Mittwoch, 28. September 2016

Rezension zu "Der Herr des Feuers" von Adrian Leschek

Titel: Der Herr des Feuers
Autor: Adrian Leschek
Erscheinungsdatum: März 2016
Verlag: blanvalet Verlag
Seiten: 443
Preis: - Print: 14,99€
          - E-Book: 11,99€
ISBN: 978-3734160264



Inhaltsangabe:

Dolch schafft es nicht einen Mordauftrag auszuführen, den ihm sein Gott erteilt hatte. Als gläubiger Mann trifft Dolch sein Versagen sehr schwer, da seine eigenen Gebote hierzu geführt hatten. Ein verkrüppelter Mönch wäre sein Ziel gewesen, ein Mensch, der ein wahrliches Problem für das gesamte Reich darstellt und den Glauben an den einen Gott in Frage stellt. Kann Dolch es schaffen diesen einen Mönch, der selbst nicht einmal mehr gehen kann, zu vernichten?



Meine Meinung:


Die Geschichte:

Die Story spielt in einer Welt, die sehr eigen ist. Sei es wegen den zwei Sonnen, die die Welt bescheinen oder aufgrund der strengen Gläubigkeit der Menschen, die in dieser Welt leben. Nichts desto trotz ist die Idee der Geschichte sehr interessant. Sehr streng gläubige Menschen gibt es auch in unserer Welt und auch die Leben nach ihren eigenen Regeln. In diesem Buch wird hierzu ein ganz besonderer Faden gezogen. Der Glaube oder Nichtglaube an den namenlosen Gott steht auf jeder Seite an erster Stelle. Spannend wird dieses Werk jedoch erst nach ungefähr den ersten hundert Seiten.

Der Schreibstil:

Adrian Leschek hat sich für sein Buch entschieden die Erzählung aus der dritten Person zu verwenden. Anfänglich ist dies für mich persönlich ungewohnt gewesen, da ich in letzter Zeit viele Bücher aus der Ich-Perspektive gelesen habe. Dennoch finde ich diese Wahl gut getroffen. Zudem wechselt der Autor zwischen den einzelnen Protagonisten in der Erzählung. In diesem Buch beinahe unverzichtbar notwendig, um von allen Seiten des Geschehens einen guten Einblick zu bekommen.
In die Geschichte bin ich jedoch nur schwer hinein gekommen, da die ersten Seiten meiner Meinung nach voller komplizierten Erklärungen waren. Meine Vorstellungskraft wurde schwer auf die Probe gestellt. Nachdem ich jedoch die Grundsätze dieser Welt verstanden hatte fesselte mich dieses Werk mit jeder Seite umso mehr. Spannung kann Adrian Leschek sehr gut aufbauen und vor allem auch halten.

Die Protagonisten:

Dolch: Ein Assassine, der im Namen des namenlosen Gottkaisers tötet. Dieser Charakter ist mir zumeist sympathisch gewesen. Ein sehr loyaler Kämpfer, der seine Aufträge mit Bravour erfüllt. Aber Dolch ist auch ein sehr gläubiger Mensch, der ohne sich selbst ein Bild zu machen stur einem Pfad folgt.

Baladur: Ein Krüppel, der von einer Mönchsgemeinschaft aufgezogen und gepflegt wird. Mir persönlich nicht sympathisch. Sehr von sich selbst überzeugt, überheblich und sieht vieles als Selbstverständlichkeit an.

Diese beiden Charaktere sind die Hauptpersonen in diesem Roman, aus derer Sicht das Meiste der Geschichte erzählt wird.

Das Cover:

Mit diesem tollen Cover hat die Gestalterin Isabelle Hirtz einen klaren Bezug zu der Geschichte hergestellt. Dies ist meiner Meinung nach sehr wichtig bei der Covergestaltung. Der Dolch steht natürlich für den Assassine Dolch und die Feder für die Gegenspieler der Wissenschaft. Das Feuer steht im Bezug zu den beiden Sonnen und natürlich auch zum Titel selbst. Alles weitere wurde schlicht gehalten, was mir sehr gefällt.


Fazit:


Adrian Leschek entführt den Leser in eine neue Welt, die es so noch nicht gegeben hat. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten in die Story hineinzukommen entwickelte sich dieses Buch sehr gut. Die Spannung war zum greifen nahe und es fiel mir persönlich schwer es aus der Hand zu legen. Ich kann dieses Buch an Liebhaber von Fantasy weiter empfehlen und lasst euch nicht durch die ersten Seiten beeinflussen.


Mehr zum Autor:

Adrian Leschek war, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete, ein Grundschullehrer. Der Herr des Feuers ist sein erster Fantasyroman, den er unter dem Pseudonym Adrian Leschek veröffentlicht hat. Seine bisher veröffentlichten Bücher richteten sich an die jüngere Leserschaft.

Sonntag, 4. September 2016

Rezension zu "Silber, Das erste Buch der Träume" von Kerstin Gier

Fakten:

Titel: Silber, Das erste Buch der Träume
Autor: Kerstin Gier
Erscheinungsdatum: 20.06.2013
Verlag: Fischer FJB
Seiten: 408
Preis: - Hardcover: 18,99 €
          - E-Book:      16,99 €
ISBN: 978 - 3841421050

3/5 Sterne

Inhaltsangabe:

Olivia lernt in ihrem Leben viel kennen. Immer und immer wieder muss sie zusammen mit ihrer Schwester umziehen, um bei ihrer erfolgreichen Mutter leben zu können. Auf ihrer Reise durch verschiedene Länder und deren Schulen hatte sie jedoch noch nie etwas über eigenartige Träume gelernt. Träume, die sie nun in ihrer neuen Heimat heimsuchen. In diesen beobachtete Liv vier Jungen, die sie aus ihrer neuen Schule kennt, wie sie auf einem Friedhof ein Ritual abhalten. Alles in Ordnung, wenn dies nur Träume wären, aber die vier Mitschüler wissen nach diesem Traum Dinge, die Liv ihnen noch nie erzählt hatte. Gibt es eine Verbindung zwischen Traum und Realität? Und was hat es mit diesem Ritual auf sich?


Meine Meinung:

Die Grundidee der Story spricht mich sehr an. Träume und Realität miteinander zu kombinieren ist ein gewagtes Thema. Die Umsetzung dieser Idee ist Kerstin Gier im Gesamtbild gut gelungen. Hervorzuheben ist gleich zu Beginn der Rezension die Verzierungen auf vielen Seiten des Buches. Ich persönlich mag dieses Extra für die Augen sehr gerne. 

Der Schreibstil:

Kerstin Gier schreibt ihren Roman mit der Zielgruppe der jungen Erwachsenen. Dies spiegelt sich auch in ihrem Buch wieder. Ich persönlich finde dies nicht schlimm, da es von Anfang an für diese Zielgruppe angedacht war. Als Erwachsener spielt man sich mit den Begriffen, die im Buch beschrieben werden und versteht auch sehr schnell jeden Zusammenhang. Im Allgemeinen ist meine Meinung hierzu, dass es sich um ein gutes Buch für zwischendurch handelt, zumindest im Punkto Schreibstil betrachtet. 
Gut gelungen und zudem eine sehr gute Idee ist meiner Meinung nach der Blog, der innerhalb des Buches behandelt wird. Hier schreibt eine unbekannte Person Fakten und Wissenswertes über seine Mitschüler, hält sich selbst jedoch sehr im Hintergrund. Niemand der Schüler kennt die Identität der BloggerIn Secrecy. Somit wechselt die Autorin ihre Schreibweise aus der Erzählerperspektive, Ich - Erzähler,  in eine Bloggerperspektive. 

Die Protagonistin;

Olivia, oder kurz Liv, ist der Hauptcharakter in dieser Geschichte. Ich persönlich finde sie sehr lustig und musste auch des öfteren über sie oder mit ihr Lachen. Sie wirkt ihrem Buchalter sehr gerecht und handelt dementsprechend auch, was sie sehr sympathisch macht. Als Tochter und große Schwester von geschiedenen Eltern hatte sie es sicherlich nicht leicht, aber dennoch ist sie ein herzensguter und froher Mensch geworden. Eine gute Charakterwahl der Autorin.

Das Cover:

Dieses Mal ist es ein Punkt über den ich nicht so gerne schreibe. Auf der einen Seite gefällt mir das Cover gut in seiner Darstellung, aber auf der anderen Seite betrachtet ist es meiner Meinung nach auch ein wenig zu überladen. So viele einzelne kleine Dinge sind zu erkennen, die zwar alle miteinander verbunden sind, aber dennoch zu viele sind. 

Fazit:

Wie ich weiter oben bereits geschrieben habe finde ich das Buch gut als eines für zwischendurch. Der Schreibstil ist einfach gehalten und leicht verständlich. Die Protagonistin war mir sympathisch gewesen und brachte mich des öfteren zum lachen. Ich kann zusammenfassend dieses Buch weiter empfehlen. 


Rezension zu "Aschenkindel - Das wahre Märchen" von Halo Summer

Titel: Aschenkindel, Das wahre Märchen
Autor: Halo Summer
Erscheinungsdatum: 05.07.2016
Seiten: 190
Preis: - Print: 9,90 €
          - E-Book: 2,99 €
ISBN: 978 - 1535042307

4/5 Sterne


Inhaltsangabe: 

Claerie Farnflee, unterdrückt von ihrer bösen Stiefmutter und deren beider Töchter, muss sie den Haushalt machen und darf in ihrem Leben nicht viel Freude erfahren. Bis der Prinz des Landes einen Ball gibt, zu dem alle Frauen im heiratsfähigem Alter eingeladen werden. Doch Claerie denkt nicht einmal daran zu diesem Event zu gehen, würde ihre gute Fee sie nicht andauernd damit belästigen. Wird sie auf den Ball gehen? Ihre große Liebe finden? Ihrem Elend entkommen?


Meine Meinung:

Die Geschichte:

Aschenkindel, Aschenputtel, Aschenbrödel und noch viele mehr Namen hat dieses einzigartige Mädchen. Aber in dieser Geschichte haut diese junge Frau die Leser schier vom Hocker. Die Story kennt jedes Kind, aber nicht so, wie sie in diesem Buch erzählt wird. Und ich muss schon sagen, es ist einfach super toll.

Der Schreibstil:

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich Perspektive der Protagonistin Claerie. Immer eine gute Wahl, wenn der Autor eine Story über einen Protagonisten schreibt. Gedanken und Gefühle können somit besser beschrieben und veranschaulicht werden. Und glaubt mir, Gefühle gibt es in diesem Buch genug.
Halo Summer hat einen sehr schönen Schreibstil. Beschreibungen und Hintergrundinformationen werden gut beschrieben. Aber das Beste an ihrem Stil ist die Art, wie sie die Protagonistin leben lässt. Ich musste so oft lachen, dass mir nach diesem Buch das Gesicht weh getan hat. Aber auch Tränen durfte ich vergießen. Die Autorin hat einfach eine ganze Bandbreite der Gefühle von mir erwischt und alle waren hin und weg von diesem Buch.

Die Protagonistin:

Claerie ist ein Charakter, dem man nicht in jedem Buch begegnet und vor allem nicht in einem Märchen. Von der scheuen Dame Aschenputtel ist eine tolle Frau Aschenkindel kreiert worden. Im Allgemeinen betrachtet mochte ich diese Person sehr gerne, aber bei manchen Passagen nervte sie mich auch wieder. 

Das Cover:

Aufmerksam auf das Buch bin ich, wie so oft, durch das Cover geworden. Facebook sei Dank (Werbung durch die Autorin). Ich liebe dieses Cover in seiner Gesamtheit. Auch wenn der Titel erst einmal gewöhnungsbedürftig ist durch die beiden unterschiedlichen Schreibformen, ist es dennoch ein tolles Cover geworden.

Fazit:

Du erwartest hier eine normale Nacherzählung der Geschichte von Aschenputtel? Mit den Täubchen und Linsen? Dann werfe diese Erwartung schnell über Bord. Auch ich dachte zunächst es ginge um eine neu geschriebene Version und wurde deutlich überrascht. Zum Positiven natürlich. Ich kann dieses Buch absolut weiter empfehlen und rate jedem Leser sich überraschen zu lassen, was dieses Buch einem bringt. 
  

Rezension zu "Pharos - Die Unwandelbaren" von Laura Labas

Titel: Pharos, Die Unwandelbaren, Band 1
Autor: Laura Labas
Erscheinungsdatum: 15.10.2014
Seiten: 432
Preis: E-Book: 2,99 €
          Print: 12,99 €
ISBN: 978 - 1502410801


4/5 Sterne


Inhaltsangabe:

Reyna kann ihre Seele in die Körper von Tieren wandern lassen. Eine Fähigkeit, die ihr ein Stück Freiheit bringt und ihr ungeahnte Möglichkeiten bietet. Sie weiß nicht, was sie ist und woher sie solch eine Fähigkeit hat, bis eines Tages Unbekannte in ihre Stadt kommen und Interesse an ihrer besten Freundin zeigen. Durch Zufall erfährt sie hierbei, dass auch sie eine Pharos ist, eine Unwandelbare. Wären das nicht schon genug Neuigkeiten, findet Reyna noch die Überreste ihrer Schuldirektorin und muss sich die Frage stellen, wer für deren Tod verantwortlich ist. Die neuen Unbekannten in ihrer Stadt? Ihr bester Freund, der sich eigenartig verhält? Allem Übel zu trotz entwickelt Reyna auch noch Gefühle für den Anführer der unbekannten Gruppe. 

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Ich muss hier definitiv schreiben, dass ich die Story top finde. Die Idee bis hin zur Umsetzung ist Laura Labas sehr gelungen. Von Menschen zu schreiben, die ihre Seele in Tiere wandern lassen können finde ich persönlich wahnsinnig interessant und spannend. 

Der Schreibstil:

Laura Labas konnte mich mit ihrer Art und Weise, wie sie schreibt für ihr Buch fesseln. Sie nutzt die Schreibweise aus der Sicht der Protagonistin Reyna in der Ich-Person. Sehr gut gefallen hat es mir, das die Autorin alles beschreibt, was der Leser wissen muss und hierbei in einem guten Rahmen bleibt. Nichts wird übermäßig oder langatmig gehalten. Sie Seiten flogen gefüllt von Spannung nur so dahin. 

Die Protagonistin:

Reyna ist eine junge Frau, die mich gleich vom ersten Moment an für sich gewonnen hat. Sie ist bodenständig, nachdenklich, hinterfragt gerne Dinge, ist neugierig und vor allem setzt sie sich sehr für ihre Freunde ein. Diesen Charakter kann man nur mögen. 

Das Cover:

Es hatte mich vom ersten Moment an sehr neugierig gemacht. Zum einem fand ich das Zeichen in der Mitte des Covers sehr interessant und wollte wissen, welche Bedeutung es hat. Zum anderem gefiel mir auch der Titel sehr gut, wobei ich jedoch im ersten Moment an Pharaos denken habe müssen. Das dieses Cover sehr dunkel gehalten ist finde ich persönlich als eine gute Abwechslung zu den meisten Bücher aus dem Genre Fantasy. Auch ist es nicht überladen mit einzelnen Bildern. 

Fazit:

Dieses Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste, bis ich es durch eine Leserunde organisiert von Laura Labas selbst lesen durfte. Ich kann nur sagen, dass dieses Buch gelesen werden muss. Es war so toll geschrieben und die Idee so gut umgesetzt. Die Mischung aus Fantasy und Krimi finde ich persönlich auch sehr toll und das obwohl ich eigentlich keine Krimis mag. Die Protagonistin ist sehr liebenswert und ihre Handlungen nachvollziehbar. Laura Labas hat mittlerweile von dieser Reihe bereits fünf Bücher veröffentlicht und ich werde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch die weiteren Bücher lesen.